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Weihnachtskrippe aus Schokolade: Günter Hemp positioniert die neue Krippe in der Ausstellung.

Weihnachtskrippe zum Anbeißen

Norddeutsches Krippenmuseum gestaltet Ausstellung neu/ Neues Stück aus Schockolade/ Saisonauftakt zum ersten Advent

GÜSTROW - Die Ausstellung im Norddeutschen Krippenmuseum in der Heilig-Geist-Kirche wird zum Auftakt der neuen Saison, die mit dem 1. Advent beginnt, umgestaltet.
Mechthild Ringguth, die Stifterin der Stücke, macht auf zwei ganz besondere Krippen aufmerksam: die Schokoladen-Krippe und die venezianische Krippe. Erstere, so erzählt die Stifterin der Ausstellungsstücke, habe sie in diesem Jahr von einem Konditor aus der Lüneburger Heide anfertigen lassen. Haus, Grünzeug und Blumen seien aus Schokolade und Zucker. "Wie immer habe ich es dem Konditor überlassen, seine Vorstellung von einer Weihnachtskrippen einzubringen", betont die Hamburgerin. Bestückt werde sie mit Figuren aus Marzipan, die bereits in der Ausstellung zu sehen waren. Allerdings, so Mechthild Ringguth, sollte man der Versuchung widerstehen, die Figuren mussten wegen der Haltbarkeit behandelt werden. Sie schmecken nicht. Die venezianische Krippe fasziniere durch "ihre Art, Farbe und die Verwendung von Gold", betont die 81-jährige Sammlerin, die es immer noch nicht lassen kann. In Kuba sei sie in diesem Jahr gewesen und habe selbstverständlich ein Stück mitgebracht.

Ausstellungsstücke besser präsentieren

An die 20 Weihnachtskrippen, die bisher im Archiv schlummerten, werden in der erneuerten Ausstellung mit rund 150 Stücken zu sehen sein. Heidemarie Wellmann vom Förderkreis der "Weihnachtskrippen in Heilig Geist - Mechthild und Dr. Rudolf Ringguth Stiftung", verweist auf generelle Veränderungen im Obergeschoss. Alte Vitrine habe man zerlegt und neu zusammengefügt, um die Stücke noch besser präsentieren zu können.
Das Museum am Heilig-Geist-Hof bleibt auch während der Umgestaltung geöffnet. Im zweiten Jahr, so räumt Heidemarie Wellmann ein, habe es wie erwartet einen Rückgang bei den Besucherzahlen gegeben. Nach etwa 10 200 Besuchern in der ersten Saison, rechnet sie diesmal mit gut 6000 Gästen. "Wir müssen noch bekannter werden", sagt Heidemarie Wellmann und schätzt ein, dass die Werbung bereits Früchte trage, dann man aber auch noch mehr machen könne. So seien jüngst alle Busunternehmen im Nordosten über das Norddeutsche Krippenmuseum in Güstrow als lohnendes Tages-Ausflugsziel informiert worden.

Alte Glocke wieder an ihrem Platz in der Heilig-Geist-Kirche

Die neue Saison beginnt am 27. November mit einer geschlossenen Veranstaltung für alle Förderer, Sponsoren und freiwilligen Helfer, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Öffnung des Museum das ganze Jahr hindurch ermöglichen. Vorgestellt wird dann auch die Glocke aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, die irgendwann aus der Heilig-Geist-Kapelle verschwand und jetzt wieder zurückkehrte. Sie habe einen hellen Klang, sagt Heidemarie Wellmann. Wann sie künftig erklingen soll, dafür gäbe es noch keinen Plan.
Die Krippenausstellung ist in ihrer Hochsaison vom 28. November bis 15. Januar für Besucher täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Text & Foto: Regina Mai

[Schweriner Volkszeitung 12.11.2009]


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