|
Gemeinsamkeit Gebot der Stunde  Erlebnisvielfalt Inselsee: Hans-Andreas Reincke erläutert Elisabeth Prüß die Karte zu diesem Vorhaben. Elisabeth Prüß interessierte sich für Routen für die Fahrradgruppe, der sie angehört. 19 Einrichtungen und Vereine beim 1. Güstrower Tourismustag/ "Hinterland" Chance in und um die Barlachstadt/ Inselsee Marketing-Thema 2011
Güstrow"Der gestrige 1. Güstrower Tourismustag in der Wollhalle war ein Erfolg, weil 19 touristische Einrichtungen und Vereine zusammenkamen, ihre Programme und Neuigkeiten vorstellten und gemeinsam überlegten, wie man die Angebote besser verknüpfen kann. "Auch sei ausgiebig die Möglichkeit des persönlichen Gesprächs genutzt worden, was sonst oft zu kurz komme, z.B. mit Uta-Gesine Schlang von der Touristinformation Krakow am See. Dieses Fazit zog Anett Zimmermann, Vorsitzende des "Vereins GüstrowTourismus", der die Idee für diesen Tag hatte. Das Bücherhotel Groß Breesen und das Güstrower Hotel "Am Weinberg" meldeten sich noch kurzfristig an. Anett Zimmermann lobte u.a. den Vortrag von Leiterin Regina Erbentraut und Carsten Neumann zum Schloss. Sie berichteten, was es alles bietet und wie Güstrow von der Sanierung profitieren wird. Das hörte auch Hanna Hannemann gern. Die Güstrowerin ist seit 1993 Stadtführerin. "Das Schloss muss noch viel bekannter gemacht werden. Ich habe manchmal das Gefühl, als ob wir gar nicht wissen, welches Juwel wir in unserer Stadt haben", notierte sie für ihre nächste Führung. Sie nutzte auch gleich die Gunst der Stunde und gab ihrer Enkelin Wiebke Katelhön den Tipp, sich am Stand der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rostock und der Berufsschule für Wirtschaft Rostock über den neuen Beruf Kauffrau für Tourismus und Freizeit zu informieren. Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt betonte, dass es ein Gebot der Stunde ist, die touristische Entwicklung in und um Güstrow gemeinsam anzupacken, genau wie es der Tourismustag als Ziel formulierte. Denn, so Schuldt, auf der internationalen Tourismusbörse in Berlin war ein Fazit, dass das Wachstum an der Küste seinem Ende zugehe. Das heißt für Schuldt, dass der Tourismus im "Hinterland" weiter angekurbelt werden könne und müsse. Güstrow habe Chancen, weil die Stadt in einem Großkreis zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und Ostseeküste liege. Würden Sie nicht genutzt, könne es passieren, dass Güstrow das fünfte Rad am Wagen werde. Schuldt kritisierte den Landkreis, dass er seit Jahren keinen Tourismusverband mehr angehört. Der Bürgermeister sieht Güstrow im Tourismus gut aufgestellt. Mit der "Oase", dem Natur- und Umweltpark, mit Pensionen und Hotels habe man eine "tragfähige Infrastruktur". Schuldt: "Ich freue mich, dass sich ein gutes Netzwerk entwickelt hat. Damit steht Güstrow trotzdem erst am Anfang." Eine Möglichkeit, weiter voranzukommen, ist das Projekt "Erlebnisvielfalt Inselsee". Das wurde gestern mit dem Thema 2010,"100 Jahre Barlach in Güstrow", als "Marketing-Thema 2011" diskutiert. Bereits für das nächste Jahr solche Akzente zu setzen, sei ebenfalls wichtig gewesen, hob Anett Zimmermann in ihrem Resümee hervor. Bis 2013 soll das Naherholungsgebiet, das jahrelang vernachlässigt wurde, ausgebaut werden. Die Stadtvertretung beschloss kürzlich, dass die Stadt dafür einen Fördermittelantrag beim Land stellen wird (wir berichteten). Für das Vorhaben warb nicht nur Bürgermeister Arne Schuldt, sondern auch der Verein "Wasser in Güstrow", der 2009 mit dem Inselseekutter für eine erste Initialzündung sorgte, um den See der Güstrower aufzuwerten. Vorsitzender Hans-Andreas Reincke: "Wir wollen den Inselsee wieder ins Bewusstsein der Güstrower und Touristen rücken. Das ist uns gelungen. Jetzt muss es aber weiter gehen". Der Verein präsentierte gestern eine Karte vom Inselsee und seiner Umgebung, auf der touristische Anbieter werben können. Von der Entwicklung profitiert die "Grenzburg". Die Inhaber Jutta Prien und Torsten Hill freuen sich, dass Gutow und Mühl Rosin einbezogen werden und der lange Kampf um einen Bootssteg erfolgreicb war. Auch wollen sie künftig mit einem Zeltplatz für 50 bis 60 Plätze Akzente für den Tourismus in der Region setzen. Text & Foto Hans-Jürgen Kowalzik
[Schweriner Volkszeitung 16.03.2010]
|