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Behinderte und Ältere im Fokus

Güstrow beteiligt sich am Wettbewerb „Barrierefreier Tourismus für alle“/ Tourismusverein übernimmt Marketing

Güstrow
Die Barlachstadt Güstrow beteiligt sich am kommunalen Wettbewerb „Barrierefreier Tourismus für alle“. Zusammen mit dem Verein Güstrow-Tourismus will die Stadt damit ihre Position im barrierefreien Tourismus ausbauen. Der Vorstand des Vereins beschloss bereits auf seiner Dezember-Sitzung, die Stadt zu unterstützen und die Vermarktung zu übernehmen. Entscheidender rund für den Schritt ist die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter steigende Nachfrage nach barrierefreien Angeboten. Olav Paarmann, Mitglied des Vorstandes: „ Das Thea ist wichtig, weil es immer mehr Behinderte und ältere Bürger, die mobil sein wollen, gibt. Diesem Markt muss man sich öffnen. Deshalb ist das ein Marketingthema.“ Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern ist Träger des Wettbewerbs. Mit der Industrie- und Handelskammer, dem Verein „Ohne Barrieren“ und dem Zentrum für Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement und Umweltschutz GmbH verfolgt er das Ziel, Tourismusgemeinden besonders anzuerkennen, die „Urlaub für alle“ anbieten und fördern. Vorraussetzungen sind u.a., dass Beherbergungsbetriebe vor Ort für eine Gruppe von Menschen mit Behinderung geeignet sind, und dass die Tourist-Information mit der i-Marke des Deutschen Tourismusverbandes zertifiziert ist. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2011. Die Auszeichnungen werden Anfang Mai vorgenommen.Nach erfolgreicher Prüfung erhält Güstrow das Siegel „Qualitätsmanagement Barrierefreier Tourismus“ (QMB), ein anerkanntes Zeichen für die Erfüllung von Qualitätsstandards im Bereich des barrierefreien Tourismus. Dieses Gütezeichen hat in Güstrow das Gästehaus „Am Schlosspark“ von Olav Paarmann. Er versucht in seinem Haus bereits seit geraumer Zeit, den Wünschen dieser Gästeklientel entgegenzukommen. Er räumt zwar ein, dass es einerseits einen 100-prozentigen barrierefreien Tourismus nicht geben könne. Aber andererseits könne man schon mit einfachen und gar nicht teuren Lösungen Veränderungen herbeiführen. Paarmann: „Für Rollstuhlfahrer haben wir im Fahrstuhl z.B. an der Decke einen Spiegel angebracht, der ein gefahrloses Rückwärtsfahren ermöglicht.“ Besonders gut eingestellt ist das Haus auf Behinderte durch Veranstalter, die Reisen für Behinderte anbieten. „Mit einem Veranstalter arbeiten wir bereits zusammen“, so Paarmann.
Text: hjko

[Schweriner Volkszeitung 13.01.2011]


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